Presseaussendung 
Wirtschaft/Unternehmen/IT/Kommunikation
Wien, am 17. September 2026

NIS2 ist mehr als IT: Österreichische Unternehmen haben bei der Krisenkommunikation Aufholbedarf
Eine aktuelle Befragung der Wiener PR-Agentur comm:unications und des IT-Beratungsunternehmens Was-tun-Wenn und des Report Verlags zeigt: Nur 27,4 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits mit der konkreten Vorbereitung ihrer Kommunikation für Cyber- und IT-Krisen begonnen. Auch die laufende Abstimmung zwischen IT und Kommunikation ist vielerorts noch nicht etabliert. Ein Webinar will diese Lücke schließen. www.communications.co.at 
Mit 1. Oktober 2026 tritt die NIS2-Richtlinie in Österreich in Kraft. Im Mittelpunkt stehen höhere Anforderungen an Cybersicherheit, Risikomanagement und organisatorische Vorsorge. Ein Aspekt wird dabei jedoch häufig unterschätzt: die Kommunikation im Krisenfall. Genau dies beleuchtet  die aktuelle Umfrage: Sie untersucht nicht nur den Stand der NIS2-Umsetzung, sondern insbesondere auch die Vorbereitung auf Krisen- und Stakeholderkommunikation.

Nur rund jedes vierte Unternehmen hat Kommunikation konkret vorbereitet
Die Ergebnisse zeigen deutlichen Handlungsbedarf. Auf die Frage, ob bereits mit der Ausgestaltung aktiver Kommunikation – etwa Wordings, Ansprache und Timing – begonnen wurde, antworteten lediglich 27,4 Prozent mit Ja. 39 Prozent haben mit der konkreten Kommunikationsvorbereitung noch nicht begonnen. Weitere 15 Prozent halten sie derzeit nicht für notwendig.

IT und Kommunikation arbeiten nur selten regelmäßig zusammen
Auch bei der internen Zusammenarbeit zeigt die Befragung Lücken. Nur 19 Prozent der Befragten geben an, dass sich Kommunikations- und IT-Abteilungen bei Cybersecurity-Themen regelmäßig abstimmen. Bei 32 Prozent erfolgt die Zusammenarbeit projektbezogen, bei 16 Prozent erst im konkreten Anlassfall. Elf Prozent berichten von kaum vorhandener Zusammenarbeit, weitere 22 Prozent können die Situation nicht beurteilen.

Krisenpläne fehlen noch in vielen Unternehmen
Auch beim grundsätzlichen Krisenmanagement zeigt sich Nachholbedarf. Nur 28 Prozent der befragten Unternehmen verfügen bereits über einen Business-Continuity- oder Krisenmanagementplan. Bei weiteren 29 Prozent ist ein solcher Plan in Ausarbeitung. Rund 30 Prozent verfügen über keinen entsprechenden Plan, zwölf Prozent wissen nicht, ob ein solcher vorhanden ist. Beim generellen Stand der NIS2-Umsetzung ist das Bild ebenfalls heterogen: 26 Prozent haben mit der Umsetzung noch nicht begonnen, acht Prozent bislang eine erste Analyse durchgeführt und knapp zwölf Prozent befinden sich in der Umsetzung. 23 Prozent sehen die Anforderungen als großteils umgesetzt, lediglich zwei Prozent als vollständig umgesetzt.

Kommunikationsdefizit zeigt sich nicht zum ersten Mal
Dass Kommunikation bei herausfordernden Unternehmenssituationen häufig zu spät oder nicht konsequent genug mitgedacht wird, ist kein neues Phänomen. Bereits der PROI Transformation Readiness Index 2025, an dessen österreichischem Teil comm:unications beteiligt war, kam zu einem ähnlich deutlichen Ergebnis: Nur 26 Prozent der Unternehmen kommunizieren während großer Veränderungsprozesse effektiv. Für die internationale Studie wurden 650 Führungskräfte aus mehr als 30 Ländern, darunter Österreich, befragt.
Die aktuelle NIS2-Befragung, an der sich insgesamt 64 Unternehmen beteiligt haben, zeichnet nun für Cyber- und IT-Krisen ein vergleichbares Bild: Auch hier hat nur rund jedes vierte Unternehmen bereits mit der konkreten Vorbereitung seiner aktiven Kommunikation begonnen. Doch das birgt Gefahren in sich. „Kommunikation muss genauso vorbereitet und geübt werden wie technische Abläufe. Denn wenn die Krise da ist, bleibt keine Zeit mehr, Zuständigkeiten, Botschaften und Kommunikationswege erst zu definieren“, sagt Sabine Pöhacker, Geschäftsführerin der Wiener PR-Agentur comm:unications, die auf Krisenkommunikation spezialisiert ist. „Unternehmen müssen auch wissen, welche Prozesse im Ereignisfall greifen und wie technische, organisatorische und kommunikative Abläufe zusammenspielen“, ergänzt Ing. Thomas Laszlo von Was-tun-Wenn.

Kostenloses NIS2 & Kommunikations-Webinar am 29. September
comm:unications und Was-tun-Wenn laden am 29. September 2026 von 16:00 bis 17:00 Uhr zu einem kostenlosen Webinar. Die Expert:innen ordnen die zentralen Ergebnisse der Umfrage ein und geben praxisnahe Empfehlungen für die Vorbereitung auf NIS2 und mögliche Cyberkrisen.
Im Mittelpunkt stehen die IT-seitige Krisenvorsorge sowie Krisen- und Stakeholderkommunikation: Welche Vorbereitungen sollten Unternehmen bereits vor einem Cybervorfall treffen? Welche Verantwortlichkeiten müssen definiert sein? Welche Stakeholder sind wann einzubinden? Und wie können IT und Kommunikation im Ernstfall effizient zusammenspielen?
Teilnahme kostenlos | Anmeldung über GoToWebinar: https://attendee.gotowebinar.com/register/2872754960961747286?source=comm

comm:unications – consulting & services GmbH 
comm:unications zählt zu den profiliertesten PR-Agenturen Österreichs. Branchenschwerpunkte sind inter-/nationale Organisationen & Interessenverbände, Pharma, Consumer Brands, Industrie & Technik sowie Kultur & Tourismus. Die Expertise reicht von strategischer Kommunikationsberatung, Medienarbeit und New Media bis zu Krisenkommunikation. Die eigentümergeführte Agentur mit Sitz in Wien wurde 1996 von Sabine Pöhacker, MSc., gegründet und ist Partner im fünftgrößten globalen PR-Netzwerk der Welt, PROI Worldwide. | www.communications.co.at

Fotos beiliegend, Abdruck honorarfrei:
BU1: Sabine Pöhacker, Geschäftsführung comm:unications © Martin Steiger
BU2: Thomas Laszlo, Inhaber Was-tun-Wenn © Theresia Kaufmann
BU3: NIS2 und Cybersecurity sind auch Kommunikationsthemen © comm:unications 

Rückfragehinweis:
comm:unications – consulting & services GmbH
Sabine Pöhacker, Wasagasse 6/6, 1090 Wien
Tel.: +43 1 315 14 11-0, sabine.poehacker@communications.co.at 
