Ab 1. April werden Akkus von e-Bikes und e-Scootern in Österreichs Altstoffsammelzentren getrennt gesammelt. Gründe dafür sind der vorbeugende Brandschutz sowie die neue EU-Batterieverordnung (EU-BATT-VO). Dadurch wird auch das Recycling wertvoller Rohstoffe im Sinne der Kreislaufwirtschaft erleichtert. Bis Ende des Jahres sollen alle 1.470 österreichischen Altstoffsammelzentren mit einer zusätzlichen Tonne für die fachgerechte Entsorgung dieser stark zunehmenden Batterie-Kategorie ausgestattet sein.
Besitzerinnen und Besitzer von e-Bikes und e-Scootern können bereits in Kürze die Akkus ihrer e-Flitzer in Altstoffsammelzentren entsorgen und wissen, dass diese in eigens dafür vorgesehene Sammelbehälter eingebracht werden. Damit leisten wir alle einen weiteren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Die 60-Liter-Metallfässer mit Entlüftungsöffnung und Vermiculit als Füllmittel sind mit LV gekennzeichnet, wobei LV für „leichte Verkehrsmittel“ steht. Das sind neben e-Bikes und e-Scootern auch elektrische Skateboards, Golftrolleys oder elektrische Rollstühle.
Bereits bis Ende des Jahres soll jedes Altstoffsammelzentrum mit einem Metallfass für LV-Batterien mit einem Gewicht bis 25 Kilogramm ausgestattet sein und somit als drittes Batterie-Fass die beiden bereits vorhandenen Sammelbehälter für „Gerätebatterien“ sinnvoll ergänzen. Für Bürgerinnen und Bürger ist die Abgabe von LV-Akkus in üblichen Haushaltsmengen kostenlos – ebenso wie die Entsorgung von Geräte- und KFZ-Batterien.
Die VÖA – Vereinigung der öffentlichen Abfallwirtschaftsbetriebe setzt auch aufgrund der latenten Brandgefahr auf eine zügige Ausrollung der neuen Verordnung. VÖA-Geschäftsführer Dr. Ferdinand Koch: „In jedem e-Bike, genauso wie in jedem e-Scooter steckt ein gewaltiger Hochleistungs-Akku, der am Ende der Lebensdauer unbedingt entsprechend entsorgt werden muss. Denn im Brandfall können Lithium-Ionen-Akkus bis zu 1.400 Grad heiß werden und sind schwer zu löschen.“
Bereits mehr als 1,3 Millionen e-Bikes in Österreich
Die Verkaufszahlen der e-Bikes verdeutlichen die Dringlichkeit einer geordneten Entsorgung von alten Akkus. Österreich ist laut dem VSSÖ, Verband der Sportartikelerzeuger und Sportartikelhändler Österreichs, e-Bike-Europameister. Im Jahr 2023 sind erstmalig mehr e-Bikes als nicht-elektrische Fahrräder verkauft worden. 2024 waren das laut Verkehrsclub Österreich, VCÖ, rund 226.000 Stück. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 waren es rund 171.000 Stück. Für die beliebten e-Scooter gibt es keine Statistik. Addiert man die verkauften e-Bikes seit dem Jahr 2019, gibt es in Österreich gut 1,3 Millionen e-Bikes, die Zahl der e-Scooter ist hier nicht inkludiert, dürfte aber im hohen sechsstelligen Bereich liegen.
„Mit der neuen Sammellogistik reagiert die österreichische Abfallwirtschaft auf den ungebrochenen e-Mobilitätstrend. Gleichzeitig wird ein wichtiger Schritt für mehr Produktsicherheit gesetzt und die Wiederverwertung wertvoller Rohstoffe gestärkt“, bringt es VÖA-Präsidentin Dr. Alexandra Loidl auf den Punkt.
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BU4: VÖA-Geschäftsführer Dr. Ferdinand Koch © VÖA
Über die VÖA
Die 2020 gegründete VÖA – Vereinigung öffentlicher Abfallwirtschaftsbetriebe ist die Interessensvertretung von 35 kommunalen Mitgliedsbetrieben, die ihrerseits über 6.000 Mitarbeitende beschäftigen und mit ihren Dienstleistungen mehr als sechs Mio. Österreicher:innen im Bereich der Abfall- und Kreislaufwirtschaft versorgen und dafür mehr als eine Milliarde EUR jährlich einsetzen. Als Innovationsplattform und Thinktank treibt die VÖA Ressourcen- und Umweltschonung sowie Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz konsequent voran, bringt ihr Expertenwissen in technischen und politischen Belangen ein und trägt zur Bewusstseinsbildung bei. Übergeordnetes Ziel ist es, eine zukunftsorientierte Abfallwirtschaft zu gestalten und eine auf Gemeinwohl basierte Daseinsvorsorge langfristig zu sichern. Präsidentin ist Dr. Alexandra Loidl, erster Vizepräsident ist DI Rainer Kronberger, Geschäftsführer ist Dr. Ferdinand Koch. https://www.voea.org/
