Rund um den 1. Mai sind traditionell jene Tage, an denen die privaten Swimmingpools befüllt werden. Genau das bereitet manchen Gemeinden Kopfzerbrechen. Denn wenn der Wasserbedarf kurzfristig stark ansteigt, kann das schlimmstenfalls zu Engpässen führen. Wie Gemeinden dieser Herausforderung mit einem einfachen Tool begegnen können, demonstrierte der Österreichische Verband der Schwimmbadwirtschaft, ÖVS, im Rahmen eines praxisnahen Webinars für Gemeinden und Wasserbeauftragte. Präsentiert wurden auch Erfolgsbeispiele aus steirischen und burgenländischen Gemeinden, die mittels intelligentem Wassermanagement für ungetrübten Badespaß sorgen und die Bevölkerung für einen achtsamen Umgang mit der Ressource Wasser motivieren. www.wko.at/oe/handel/oevs/oevs
ÖVS-Poolfüllkalender schafft digitale Koordination
Der Verband der österreichischen Schwimmbadwirtschaft, ÖVS, erweitert sein Serviceangebot für Gemeinden ab sofort um einen Poolfüllkalender zu geringen Kosten. Poolbesitzer:innen werden eingeladen, die Befüllung ihrer Pools digital anzumelden und somit aktiv zum effizienten Wassermanagement beizutragen. „Es ist empfehlenswert, die Befüllung der Pools bereits vor Beginn der Badesaison zu starten und auf den Zeitraum von März bis Juni zu strecken. Dadurch lassen sich Lastspitzen der Infrastruktur reduzieren“, erklärt Wolfgang Grabner, Präsident des in der Wirtschaftskammer Österreich angesiedelten Verbandes der Schwimmbadwirtschaft, ÖVS. Erfahrungsberichte aus Gemeinden zeigen, dass frühzeitige Information und einfache Buchungssysteme zu hoher Beteiligung und positiver Resonanz führen.
Fakten zum Wasser
„In Österreich sind wir in der glücklichen Lage, über ausreichend Wasser in Top-Qualität zu verfügen“, betont der ÖVS-Präsident. Der jährliche Trinkwasserverbrauch in Österreich beträgt 754 Millionen Kubikmeter. Laut einer aktuellen Studie der BOKU entfallen davon 16 Millionen Kubikmeter auf die Befüllung von Pools. „Streng genommen ist es nicht korrekt, hier von Verbrauch zu sprechen, denn das Trinkwasser wird ge- und nicht verbraucht“, unterscheidet er. „Hier greift das Prinzip des Wasserkreislaufs durch die Verrieselung des Poolwassers im eigenen Garten, wodurch es wieder dem Grundwasser zugeführt wird.“
Positive Erfahrungen aus den Gemeinden
Erich Ofner, Bürgermeister der steirischen Gemeinde Kraubath an der Mur, setzt seit 2003 auf ein semianaloges Poolbefüllungsmanagement. Die Bevölkerung kann sich per E-Mail oder Telefon ein Zeitfenster für die Befüllung reservieren. Rund 90 Prozent der Kraubather machen bei dieser Methode mit. „Mit einem digitalen Poolfüllkalender, lässt sich die Steuerung der Zeitfenster noch effizienter gestalten und langfristig könnten wir sogar mit einer Beteiligung von nahezu 100 Prozent rechnen“, prognostiziert Ofner. Auch der Wasser- und Abwasserverband Lockenhaus und Umgebung, WAVL, der insgesamt elf burgenländische Gemeinden und rund 800 Pools umfasst, nutzt bereits seit 2021 einen digitalen Poolbefüllungskalender. Obmann Ernst Dorner berichtet: „In den vergangen Jahren haben wir keine Überlastung verzeichnet.“
Einfache Umsetzung für Gemeinden
Der ÖVS-Poolbefüllungskalender kann unkompliziert über bestehende Gemeindehomepages integriert werden. Ergänzend können Hinweise zu wassersparenden Maßnahmen oder alternativen Wasserquellen bereitgestellt werden. „Mit dem Poolbefüllungskalender können Gemeinden Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Bürgernähe mit ein paar Klicks miteinander verbinden“, so Grabner abschließend. Apropos: Für die ersten zehn Gemeinden, die sich für den ÖVS-Poolkalender entscheiden, ist der Zugang kostenlos. Weitere Informationen finden sich unter www.poolfuellkalender.at oder www.poolfüllkalender.at
Presseunterlagen inkl. Bildmaterial (Abdruck honorarfrei)
BU1: Wolfgang Grabner, ÖVS Präsident © ÖVS
BU2: Badespaß © nellie adamyan / unsplash
ÖVS
Der österreichische Verband der Schwimmbadwirtschaft, ÖVS, ist Teil der WKO, und hat zum Ziel, die Qualität der Branche und seiner Mitglieder durch laufende Aus- und Weiterbildung sowie die Erarbeitung von Normen- und Sicherheitsbestimmungen voranzutreiben und zu sichern. Der ÖVS bekennt sich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und leistet dementsprechende Aufklärungsarbeit. Darüber hinaus stehen „Sicherheit für Kinder rund um das Schwimmbecken“ sowie soziale, umwelt- und klimarelevante Themen „Balance zwischen Wellbeing und Ressourcenschonung“ auf dem Programm. Obmann ist Wolfgang Grabner, Geschäftsführer ist Jürgen Rathmanner. https://www.wko.at/site/oevs-verband/start.html / schwimmbadverband@wko.at
