„Der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur muss in Österreich mit gezielten Förderungen weiter konsequent vorangetrieben werden. Denn nur so kann Österreich den Weg für eine digitale und zukunftsfähige Wirtschaft mit voller Kraft weiterführen“ – so die Antwort der Open Fiber Austria, OFAA, auf die jüngste Evaluierung zum Breitbandausbau, die im Auftrag des BMWKMS von EcoAustria und WIK Consult erstellt wurde.
„Nur ein leistungsfähiges, offenes Glasfasernetz ist die Grundlage für eine starke Wirtschaft – und der Nährboden für Innovation und Wachstum”, betont einmal mehr OFAA-Präsident Dr. Igor Brusic. „Damit der Ausbau offener Glasfasernetze auch abseits boomender Regionen gelingt, sind bedarfsgerechte Förderungen unabdingbar – dies selbstverständlich mit strengen und transparenten Auflagen. Auch sieht die OFAA keine Verzerrung des Wettbewerbs – ganz im Gegenteil: „Durch gezielte Förderungen, insbesondere im ländlichen Bereich, werden vor allem die kleinen und regionalen Player gestützt und die Wertschöpfung bleibt in Österreich. Hingegen führen Blockaden, bürokratische Hürden und unüberlegte Kürzungen direkt in die Sackgasse.”
Glasfaser ist die Technologie der Zukunft
Zur optimalen Implementierung unterstützt die OFAA ausdrücklich den Ausbau auf Basis der „Point-to-Point-Netzarchitektur“ (P2P). Dabei erhält jedes Haus und jede Gewerbefläche eine eigene Glasfaserleitung bis zum Netzknoten. Brusic: „So entstehen unabhängige, zukunftssichere Bandbreiten – ohne Teilung oder Engpässe – denn niemand will heute mehr eine Situation, die mit dem Vierteltelefon des vorigen Jahrhunderts vergleichbar ist“. Ebenso setzt sich die OFAA mit Vehemenz dafür ein, die Nachfragebündelung sowie die Umsetzungsverpflichtung als Voraussetzung für Fördermittel festzuschreiben. Darüber hinaus fordert sie beschleunigte Verfahren bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sowie den konsequenten Abbau bürokratischer Hürden. „Hingegen wird mit undurchdachten Handlungen die Wettbewerbsfähigkeit in der digitalen Wirtschaft mutwillig gebremst. Die Digitalisierung ist Taktgeber und Chancenlieferant einer sich erholenden Wirtschaft – und sie darf nicht an Bezirks- oder Gemeindegrenzen Halt machen.“
Ein zentrales Anliegen der OFAA bleibt auch die schrittweise Abschaltung des Kupfernetzes, das an seine Grenzen stößt. Länder wie Dänemark, Frankreich, Luxemburg und Schweden sind bereits auf der Zielgeraden, um sich definitiv von dieser veralteten Technologie zu trennen. „Das ist ein wirksamer Schritt zur Erreichung der nationalen Konnektivitätsziele und zugleich ein wichtiger Beitrag zur CO₂-Reduktion. Damit können wir die Take-Rate auf Glasfasernetzen deutlich steigern“, bringt es Brusic auf den Punkt.
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Dr. Igor Brusic, Präsident der Open Fiber Austria © OFAA
