Der Erfolg des ersten Segelurlaubs entscheidet sich mitunter bereits, bevor das Boot den Yachthafen verlässt. Wenn das Boot nicht den Ansprüchen und Erfahrungen entspricht, wenn die Route zu ehrgeizig gewählt wurde oder auch die Rollenverteilung innerhalb der Crew unklar ist, kann die Stimmung rasch kippen. Genauso wichtig ist es, die Übernahme des gebuchten Segelboots aufmerksam und nicht überstürzt durchzuführen. Auf Basis seiner zehn Jahre umfassenden Erfahrung mit flexiblen Bootsvermietungen auf der ganzen Welt hat Boataround die wichtigsten Tipps für Charter-Neulinge zusammengestellt. www.boataround.com
Segeln boomt, und damit Neulingen der Einstieg in diese lebensbereichernde Leidenschaft gelingt, hat Boataround die wichtigsten Hinweise für den ersten Törn zu einem Ratgeber verdichtet. Die meisten Probleme beim ersten Segelurlaub entwickeln sich nicht zu dramatischen Notfällen. Mit guter Vorbereitung lassen sie sich meist bereits im Vorfeld vermeiden. „Die meisten Pannen passieren nicht unbedingt auf hoher See, sondern schon bei der Planung“, sagt CEO und Mitgründer Pavel Pribis. „Wer Boot, Revier und Crew realistisch aufeinander abstimmt, segelt entspannter.“
Die erste Regel lautet somit: Das Boot wird passend zum Vorhaben und zur Erfahrung gewählt, nicht bloß zu den eigenen Ambitionen. Eine kleinere Segelyacht ist für den ersten richtigen Törn deutlich leichter zu handhaben als ein 50-Fuß-Vehikel.
Ein Katamaran liegt stabiler im Wasser und bietet mehr Platz als andere Bootstypen – das ist ideal für Familien und für Crewmitglieder, die zu Seekrankheit neigen. Seine breitere Abmessung kann verschiedene Richtungsmanöver allerdings anspruchsvoller machen und schränkt zudem die Verfügbarkeit passender Liegeplätze ein.
Für eine erste Segelcharter bietet sich an, auf ein Boot mit Bugstrahlruder zu setzen. Dieses gibt dem Skipper mehr Kontrolle insbesondere bei langsamen Manövern, vor allem in engen Marinas und bei Seitenwind. Selbstverständlich ist es keine Ausrede für eine mangelhafte praktische Vorbereitung oder gar den fehlenden Austausch mit der Crew.
Geschützte Gewässer, kurze Etappen und ein dichtes Netz an Häfen erleichtern den Anfang ungemein. Kroatien – etwa der Šibenik-Archipel oder die Kornaten –, aber auch das Ionische Meer in Griechenland eignen sich gut für den Anfang.
Skipper oder erfahrene Crew an Bord
Für längere Distanzen oder das Segeln mit Familie und Freund:innen gilt: Entweder einen Skipper buchen oder sicherstellen, dass mindestens eine wirklich erfahrene Person mit an Bord ist. Auch Segler:innen mit langjähriger Erfahrung buchen gerne einen Skipper. Wenn ein professioneller Skipper via Boataround.com gebucht wird, gilt es gleichzeitig zu klären, ob eine zusätzliche Kabine nötig ist, weil die Zahl der Reisenden steigt. Es ist außerdem üblich, dass die Crew für die Verpflegung des Skippers an Bord sorgt, mitunter auch bei der Hafenlandung. Entsprechend sollte dies auch im Gesamtbudget von Anfang an kalkuliert werden.
Nicht jeder Segelschein berechtigt zur Miete bzw. zur Fahrt jedes Boots oder ist in jedem Land gültig. Wer erstmalig in einem bestimmten Land segelt und betreffend die Gültigkeit unsicher ist, kann vor der Buchung Kontakt mit dem Service-Team von Boataround aufnehmen und erhält zuverlässige Auskunft. Keinesfalls sollte man einfach annehmen, dass der Segelschein des Heimatlands automatisch auch in der Urlaubsdestination gültig ist. Dies hängt nicht zuletzt auch von der Größe und der Motorleistung des Boots ab, genauso wie von der Reiseroute und den Versicherungskonditionen des Vermieters.
Bei der Übernahme: alles dokumentieren
Vor dem Ablegen sollte das Boot unbedingt gemeinsam mit einer Person der Charterbasis abgegangen werden. Dabei wird stark empfohlen, dass reichlich Fotos von der Außenwand, dem Ruder, der Schiffschraube, vom Deck und der Inneneinrichtung angefertigt werden. Sichtbare Kratzer oder andere Defekte sollten zudem schriftlich erfasst und vom Vermieter bestätigt werden.
Der Motor, Steuer und Ruder, Ankervorrichtung, Navigationslichter, Funkstation, Toiletten und Bilgenpumpen sollten getestet werden, bevor die Reise losgeht. Treibstoff- und Wasserstände sollten festgehalten, das Vorhandensein und der Aufbewahrungsort von Rettungswesten, Feuerlöschern, Notpinne, Leuchtraketen und Erste-Hilfe-Koffer geprüft werden. Zudem sollte man die Notfall-Telefonnummer der Charter-Base erfragen. Essenziell ist außerdem ein ausreichender Vorrat an Trinkwasser, um sicher bis zum ersten geplanten Halt zu kommen.
Vor der Abfahrt: Zuständigkeiten klären
Vor dem ersten Manöver muss die Aufgabenverteilung für den Umgang mit Leinen, Fendern und dem Anker geklärt sein. Jede:r muss sicher wissen, wo die Sicherheitsausrüstung aufbewahrt wird und wie er oder sie sich verhalten soll, falls jemand über Bord fällt. Eine kurze Einweisung verhindert, dass sechs Personen unterschiedliche Anweisungen geben, wenn das Boot zum ersten Mal in einen Yachthafen einläuft.
Auf dem Wasser: Wetter, Distanzen, Grenzen
Das Wetter ist der Segler:innen bester Freund – aber das kann sich rasch drehen. Daher gilt es, Vorhersagen immer wieder zu checken und sich auch über die regionalen Wind- und Strömungsverhältnisse zu informieren. Neulinge sollten sich nicht zu lange Etappen vornehmen und pro Tag eher nur 15 bis 25 Seemeilen einplanen. Bereits vor der Abfahrt sollte unbedingt eine späteste Ankunftszeit festgelegt werden, und für jeden geplanten Zwischenstopp mindestens ein alternativer Hafen oder Ankerplatz bekannt sein.
Bevor eine internationale Grenze überquert wird, müssen die erforderlichen Aus- und Einreiseformalitäten mit der Charterbasis und den zuständigen Hafenbehörden abgeklärt sein. Keinesfalls ist davon auszugehen, dass man einfach in einem beliebigen Yachthafen anlegen kann. Die Schiffsdokumente, eine Besatzungsliste und die Reisepässe der gesamten Crew sollten während der Reise stets griffbereit sein.
Über Boataround
Das international erfolgreiche Unternehmen wurde im Februar 2016 von Pavel Pribis und Jana Escher gegründet. Beide waren zuvor in unterschiedlichen Management-Positionen bei Booking.com. Ziel der Gründer:innen war es, mit Boataround.com einen einfachen, transparenten und sicheren Buchungsprozess für die Miete von Segelyachten unterschiedlichster Größe und Ausstattung zu etablieren. Dabei wurde von Beginn an eine Bestpreis-Politik samt professionellem Kundenservice angesteuert. Bereits im April 2016 wurden über Navigo Yacht Charter die ersten 14 Boote freigeschaltet. Zwei Jahre später waren zahlreiche Partnerunternehmen mit gut 6.000 Booten online. Die Zahl der teilnehmenden Charterunternehmen liegt 2026 deutlich über 8.000. Auf der Plattform vermittelt Boataround heute fast 27.000 Boote in 105 Ländern. www.boataround.com
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BU1: Der beste Start aufs Wasser: gemeinsam mit erfahrenen Segler:innen © Andrej Lisakov, unsplash
BU2-3: Leinen los! © unsplash
